Spanferkel

 

 

 

...nach den Bilder folgt nun das Rezept...

...es war ein voller Erfolg,

mit einer ganzen Menge  Lobeshymnen...

 

Das Spanferkel

Bestellt wurde ein Ferkel mit 25kg Lebendgewicht.

Zwei Tage vor der Auslieferung wurde das Ferkel vom Metzger mit einem Paprika, Pfeffer und Salz Gemisch eingerieben, so dass der Geschmack des Gewürzes ins Fleisch einziehen konnte.

Die Metzgerei Kohlen hatte uns einen Preis von 4 Euro/Kilo angeboten.

Am Morgen wurde das Ferkel von uns beim Metzger aus der Kühlhalle abgeholt und in die Bratwanne gelegt.

Eine Stunde vor dem Einschub wurde das Schwein mit Pökelsalz eingerieben, damit sich die Poren entsprechend öffnen konnten und die Schwarte knusprig werden kann.

Reibt man das Ferkel zu früh ein, so würde dem Fleisch zu viel Wasser entzogen und das Fleisch zu trocken werden.

Ich habe bereits am Vortag den Ofen angeheizt, damit der Feuchtigkeit die Grundlage gänzlich entzogen wurde.

Am Schweinstag habe ich den Ofen gegen 09:30 Uhr angeheizt. Bis um 14:30 Uhr habe ich diesen durch gefeuert. Zugegeben etwas viel Hitze. Aber der Ofen sollte viele Stunden die Hitze halten. Zwischenzeitlich entwickelte die Glut nahezu 800 Grad. Dies hatte zur Folge, dass das Holz des Dachstuhls, übertragen durch 25 cm Gestein ( halb Schamotte und halb Feldbrandstein ) anfing zu schmoren, sprich sich entzündete.

Hier werde ich das Gebälk noch besser abschirmen und den Schamotte nachträglich durch dickere Schichten Steinwolle isolieren und natürlich nicht mehr so stark, immerhin mit Vortag nahezu 9 Stunden, anheizen.

Gegen 14:30 Uhr habe ich das Ferkel bei einer Temperatur von 400 Grad mit Unterstützung der Nachbarn eingeschoben. Das Ferkel war rundum dick mit Alufolie abgedeckt. 1,5 l Bier sollten den Flüssigkeitsverlust dämmen.

Gegen 15:30 Uhr, nach einer Stunde bei 360 Grad, musste ich feststellen, dass sich die Bratwanne verformt hatte. Aber weitere 1,5 Liter ( halb Bier, halb Wasser ) brachten die Bratwanne sofort wieder ins Lot.

Gegen 16:30 Uhr bei 300 Grad  wurde nochmals 1 Liter Wasser nachgeführt.

Gegen 17:30 Uhr  bei 250  Grad  wurde das Ferkel von der Alufolie befreit.

Gegen 18:00 Uhr bei 230 Grad wurde das Ferkel herausgeholt. Über das Ferkel wurde nun das vorbereitete Gemüse

 (2,5 kg Kartoffeln, 1,5 kg Zwiebel, 1 Weißkohl und 1,5 kg Möhren alles entsprechend abgewaschen, geschält und gewürfelt )

geschüttet. Das Fleisch des Ferkels wurde am Schinken mit einem Fleischtemperaturmessgerät gemessen. Statt 85 Grad wurden 45 Grad gemessen.

Gegen 18:30 Uhr bei 220 Grad wurde das Gemüse leicht mit der Folie abgedeckt.

Gegen 19:oo Uhr bei 200 Grad wurden 1,5 Liter Gemüsebrühe beigeschüttet und die Folie abgenommen

Das Ferkel maß nun 60 Grad im Schinken.

Gegen 19:30 Uhr hatte der Ofen noch 190 Grad. Der Schinken maß jetzt knapp über 80 Grad.

Die Gäste waren hungrig, das Ferkel sah gut aus und die Kruste war kross. Die Sau musste raus…

Beim Anschnitt war das Ferkel äußerst zart. Das Fleisch noch gut saftig und gänzlich durch. Es ließ sich bestens vom Knochen lösen.

Der Geschmack war vorzüglich und die Essenswärme hielt sich gute dreieinhalb Stunden.

 

 

Dazu gab es zwei Krautsalate, einen mit Essig/Öl und einen mit Majo/Yoghurt (ähnlich mit Sahne, aber vom Geschmack viel besser) sowie Kartoffelsalat.

 

grob die Zutaten fürs Spanferkel :

1 Weißkohl, 2,5 kg Karotten, 2,5 kg Zwiebel, 2,5 kg Kartoffeln

dazu Salz und Gemüsebrühe, 5 Flaschen hiesiges Bier, etwas Wasser

und ein Spanferkel

 

Fazit : Ich werde den Ofen beim nächsten Mal nicht ganz solange anheizen. Ich denke 4 Stunden sollten reichen.

Nach viereinhalb bis fünfeinhalb Stunden sollte das Ferkel bei einem Gewicht von 25kg grundsätzlich durch sein.

Zum Ende hätte ich weniger Flüssigkeit hinzugeben müssen. Das Gemüse, auch die Kartoffeln, war/en erstaunlicherweise Bissfest, auch das Gemüse, welches im Sud lag.

Es wird ein nächstes Mal geben. Und alle die dabei waren, werden enttäuscht sein, wenn sie davon von Dritten erfahren sollten…